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– alle Sockel in Text & Bild | 2015

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Sockel 14/49       VON HAUS ZU HAUS #3 – ein Museum zu Hause

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Installiert wurde Sockel 14/49 Am Twennenberge 12, 21354 Alt Garge

Im Austausch: Raaja Fischer (Künstler) | Uta Meyer-Pöhls (Sockelgastgeberin)

 

Renate Fischer: Sie (die Karaffe) stammt aus der Zeit der ersten Ehe meines Vaters, der 1904 in Berlin auf die Welt kam und Ende der 20iger/Anfang der 30iger Jahre in Berlin geheiratet und auch dort gelebt hat. Wahrscheinlich gehörte sie mitsamt der Gläser, die sich noch in meinem Besitz befinden, zu seinem ersten eigenständigen Haushalt – evtl. war das Ensemble sogar ein Hochzeitsgeschenk.
Sie hat eine weite Reise gemacht … Berlin (ca. 1930) …. Braunschweig (ca. 1936) … Bad Kreuznach (1954) …. Bad Münster a.St.-Ebernburg (1966)  …. Tosterglope (2004)

Ich hab sie immer sehr gemocht, aber ich benutze sie nicht. Das Bild, das ihr geschickt habt, hat mir sehr gefallen. Ich freue mich, dass sie in eurem Projekt auf diese Weise noch einmal zur Geltung kommt.

 

Kontakt: 05854-301

uta.meyerpoehls@gmail.com

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Sockel 15/49       VON HAUS ZU HAUS #3 – ein Museum zu Hause

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Installiert wurde Sockel 15/49  Lütt Hamborg 17, 21371 Tosterglope

Im Austausch: Stefanie Schmoeckel (Künstlerin) | Familie Jansen (Sockelgastgeber)

 

Steffi: … also ich habe ja mal in Frankreich gelebt … ich bin dorthin eingeladen worden … von einer ehemaligen Schülerin, die dort aufgewachsen ist, und ihre Mutter war von Bettina von Arnim … sie lebte dort in einem alten Haus auf dem Land … und sie fragte mich, ob ich nicht zu ihr einziehen wollte, … und ich sollte dort als Cellolehrer anfangen können. Und sie hatte dieses Metronom, und hat es mir gegeben, weil … es ist sowieso kaputt … und da hab ich es überallhin mitgenommen … und so stand es jetzt in meinem Instrumentenschrank in Tosterglope … und jetzt ist es auf dem Sockel gelandet, und jetzt tickt es sogar wieder … und den Stein, den hab ich gefunden … aber möglicherweise ist er aus der Gegend um Cahors … eine uralte Weingegend und ganz wild … da war in den 20er Jahren mal so eine Weinkrankheit…

 

Kontakt: 0176-24260628

mail@hartmut-jansen.com  

www.hartmut-jansen.com

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Sockel 16/49       VON HAUS ZU HAUS #3 – ein Museum zu Hause

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Installiert wurde Sockel 16/49 in der Tischlerwerkstatt Jansen, Im Alten Dorfe 13, 21371 Tosterglope

Im Austausch: Odette El Ibiary (Künstlerin) | Tischler Hartmut Jansen (Sockelgastgeber)

 

Hartmut: Der Titel des Objektes ist: “Benenne es nach den Orten und Situationen, wo es sich gerade befindet.“

So findet der Sockel in der Tischlerei sozusagen zum Ort seines Ursprungs zurück.

 

Kontakt: 0176-24260628

mail@hartmut-jansen.com  

www.hartmut-jansen.com

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Sockel 17/49       VON HAUS ZU HAUS #3 – ein Museum zu Hause

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Installiert wurde Sockel 17/49 im Rathaus Dahlenburg, Am Markt 17, 21368 Dahlenburg

Im Austausch: wechselnde Mitarbeiter des Rathauses (Künstler) | Rathaus Dahlenburg (Sockelgastgeber)

 

Nicole: … Die Mitarbeiter des Rathauses haben dafür gesorgt, dass auf diesem Sockel fortlaufend verschiedene Objekte gezeigt werden. So habe ich dort einen fliegenden Teppich, einen männlichen Torso und zusammen mit dem Torso auch diesen Vogel gesehen.

Jetzt sitzt der Vogel allein dort, ich weiß nicht, warum.

Aber ich weiß, dass sich die Mitarbeiter darüber austauschen und dabei viel Freude haben. …

 

Kontakt: 05851-860

samtgemeinde@dahlenburg.de

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Sockel 18/49       VON HAUS ZU HAUS #3 – ein Museum zu Hause

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Installiert wurde Sockel 18/49 Am Dicken Busch 2, 21371 Ventschau

Im Austausch: Wolfgang Wiegand (Künstler) | Nicole Wiegand Hellwig (Sockelgastgeberin)

 

Nicole: Das Objekt auf diesem Sockel haben meine Kinder ausgewählt ohne zu wissen, dass es ein Beitrag von ihrem Großvater ist.
Die Geschichte dazu ist folgende: Diese Glocke wurde in einem Gussverfahren in Handarbeit von einem Familienbetrieb hergestellt. Die eigentlichen Produkte dieses Unternehmens sind gigantisch große Rohre für Pumpen – die kleine Glocke ist ein besonders schönes Jubiläumsgeschenk, dass der Großvater von dieser Firma erhalten hat. Handwerk als Kunst?

Kontakt: 05853-980029

news.wiegand@googlemail.com

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Sockel 19/49       VON HAUS ZU HAUS #3 – ein Museum zu Hause

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Installiert wurde Sockel 19/49 Hermann-Löns-Ring 16, 21354 Alt Garge

Im Austausch: Wolfgang Wiegand (Künstler) | Elke Tangs-Knülle (Sockelgastgeberin)

 

Elke: Auf diesem Sockel steht eine japanische Hochzeitsvase. Das Besondere an ihr ist, dass sie auf beiden Seiten ein Gesicht hat.
Diese Vase bekam Wolfgang Wiegand, der zeitlebens viele Geschäftsbeziehungen nach Japan hatte, von seinem Trauzeugen, einem japanischen Freund, zur Hochzeit geschenkt.
Da nun aber seine Ehe in die Brüche gegangen ist, möchte er  sich auch von dieser doppelgesichtigen Hochzeitsvase trennen – wenn auch nicht für immer!

Kontakt: 05854-485

elke.taugsknuelle@gmail.com

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Sockel 20/49       VON HAUS ZU HAUS #3 – ein Museum zu Hause

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Installiert wurde Sockel 20/49 An den Teichen 5, 21371  Tostergl. Siedlung

Im Austausch: Nicole Wiegand Hellwig (Künstlerin) | Heidi und Manfred Piko (Sockelgastgeber)

 

Heidi: Zu dem Objekt auf diesem Sockel gibt es eine längere Geschichte:
Zu seinem Geburtstag bekam Noa von einem Elbefischer zwei Wollhandkrabben geschenkt. Von seinen Eltern erfuhr er, dass diese seltsam anmutenden Tiere in China heimisch sind und mit dem Ballastwasser der Schiffe bis in die Elbe kommen, sich dort ansiedeln und vermehren.
Noa hatte nun Mitleid mit den handtellergroßen Tieren in dem engen Wassereimer – verspeisen wollte er diese chinesische Delikatesse auch nicht! – und so wurden sie an einem schönen Tag, begleitet von der ganzen Familie, den Fluten der Elbe zurückgegeben….
Als Ersatz sammelten die Kinder kleine vertrocknete Wollhandkrabben, die sie zur Erinnerung an die freigelassenen mit Sand, Muscheln und Steinen dekorierten und uns nun auf diesem Sockel zeigen…..

Kontakt: 05851-7124

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Sockel 21/49       VON HAUS ZU HAUS #3 – ein Museum zu Hause

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Installiert wurde Sockel 21/49 imKUNSTRAUM TOSTERGLOPE, Im Alten Dorfe 7, 21371 Tosterglope

Im Austausch: Noa (Künstler) | Stefanie Schmoeckel (Sockelgastgeberin)

 

Steffi: Dies ist von Noa, deinem jüngsten Enkelsohn …
Wolfgang: Das wusste ich gar nicht.
Steffi: Das hat Nicole im Acker gefunden. Ich denke mir dazu, dass es vielleicht mal die Lieblingskatze gewesen ist, die da ein Glöckchen um den Hals hatte, damit man sie immer wieder findet.
Wolfgang: Was die alles finden, das sagen sie einem gar nicht.
Steffi: Und das soll die Speerspitze sein. Das ist natürlich ein wunderbares Exemplar. Man weiß gar nicht, ob man’s so legt, oder ob man’s so legt

info@kunstraum-tosterglope.de

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Sockel 22/49       VON HAUS ZU HAUS #3 – ein Museum zu Hause

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Installiert wurde Sockel 23/49 auf einem Plumsklo Im Alten Land 31, 27339 Riede

Im Austausch:  Piet Trantel (Künstler) | Hermann Trantel (Sockelgastgeber)

Verdener Kreiszeitung vom 19.9.2015, in handgerechte quadratische Blätter zerschnitten, 小擅自aka小笔耕

 

2015/9/18

Ich frage in Tosterglope, ob sich der Begriff des Kunstraumes im Rahmen der Ausstellung eMzH auch auf Riede oder gar China erweitern ließe und bitte um einen Sockel. Im Gegenzug überreiche ich ein farbiges Zahlenvorhängeschloss, dessen Zahlenkombination sich aus der Reihenfolge der AHP’s im Jahre 2014 erschließen lässt, in der Hoffnung, dass sich für diesen in meinen Augen zeigenswerten Gegenstand ein Pate findet, der ihn wiederum auf seinem Sockel ausstellen möchte.

2015/9/20

Auf der Suche nach einem geeigneten Platz, einer Wand im Hause meiner Eltern, der das Innerste und gleichzeitig den Ausgang aus dem Haus verkörpert, entscheide ich mich für das Klo am Ende des Ganges zum Schweinestall. Hier haben wir uns früher immer den Arsch mit der schon gelesenen Kreiszeitung abgewischt.

Diese Kreiszeitung ist heute in gedruckter und gebündelter Form all das, was aus der Welt auf Papier in dieses Haus, in dem mein Vater allein lebt, von außen eindringt. Auf dem Klo könnte es wieder seinen Ausgang finden. Die Zeitung wird tagtäglich von meinem Vater gelesen und dann ordentlich als Papiermüll entsorgt, bevor mein Bruder Reinhard oder irgendjemand anders die Gelegenheit hätte, noch einen Blick hinein zu werfen. Auch mein Versuch, darum zu bitten, die Zeitungen zu sammeln, damit daraus eines Tages vielleicht eine Arbeit entstehen könnte, die Zeit in komprimierter Form thematisiert, ist an seinem Ordnungs- und Eigensinn gescheitert. Nun habe ich mir die gestrige Ausgabe, die am Tage seines 90. Geburtstages erschienen ist, gesichert. Nachdem er sie gelesen hat und bevor er sie entsorgen konnte, werde ich sie in kleine handliche Stücke zerschneiden und als Stapel auf dem Wandsockel im Klo platzieren.

Ich bin gespannt, ob sie nächstes Jahr noch dort sein werden. Ob vielleicht jemand das eine oder andere Blatt verwendet haben wird. Oder ob überhaupt jemand bemerkt, dass das Klo zum Ausstellungsort geworden ist.

Kontakt: 04294-388

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Sockel 23/49       VON HAUS ZU HAUS #3 – ein Museum zu Hause

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Installiert wurde Sockel 23/49 auf dem Augustenhof in Tosterglope

Im Austausch: Caroline Luschert (Sockelgastgeberin) und ihr Neffe (Künstler)

 

Ich habe also einfach meine Schwester angerufen. Woraufhin eben ihr Sohn, mein Neffe, spontan gesagt hat: „Ich schenk’ dir meinen Origami-Hund, den ich gemacht habe, als ich krank war. Ihm war langweilig gewesen, so hat er mehrere Sachen gefaltet – das ist der schönste. Das fanden wir super, weil wir so gern einen Hund haben wollen, im Moment aber nicht, weil uns das gerade zuviel ist, uns um ihn zu kümmern. – Übrigens find ich das typisch, weil aus Langeweile immer was Schönes entsteht.”

Kontakt: 05851-208